Posts mit dem Label Dr. Marcus Mau werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Dr. Marcus Mau werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 7. Oktober 2016

Unglaublich! Abnehmen mit Kohlenhydraten für ein langes Leben

Kohlenhydrate machen krank und dick? Ganz im Gegenteil, wie die University of Sydney meldet. Eine kohlenhydratreiche Ernährung unterstützt die Produktion eines Hormons, das den Appetit zügelt, die Gesundheit erhält und auch als lebensverlängernd gilt.

Kohlenhydrate für ein langes Leben? (Quelle: Sabine Ranke-Heinemann Pressestelle
Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke-Heinemann)

Neue Erkenntnisse von Wissenschaftlern des Charles Perkins Centre der University of Sydney zeigen, welche Bedeutung die Ernährung in Bezug auf die Produktion des Hormons Fibrolast Growth Factor 21 (FGF21) – dem so genannten „Jungbrunnen"-Hormon – hat. Die Ergebnisse, welche Ende September in der renommierten Zeitschrift „Cell Metabolism" veröffentlicht wurden, veranschaulichen, dass eine optimale Ernährung mit vielen Kohlenhydraten die Produktion des Hormons ankurbelt, welches als lebensverlängernd gilt und Fettleibigkeit bekämpfen kann.

Kohlenhydrate machen satt
Frühere Studien zeigten bereits, dass FGF21 eine wichtige Rolle dabei spielt, Appetit zu zügeln, den Stoffwechsel zu mäßigen, das Immunsystem zu verbessern und das Leben zu verlängern. Zudem wird das Hormon heutzutage bereits in der Behandlung von Diabetes eingesetzt.

Um die Hormonproduktion genauer in Bezug zur Ernährungsaufnahme zu studieren, fütterten die Wissenschaftler für ihre Studien Mäuse nach fünfundzwanzig verschiedenen Ernährungsplänen. Diese unterschieden sich in der Menge der Proteine, Kohlenhydrate, Fette und dem Energiegehalt. Anschließend werteten die Wissenschaftler den Nährstoffgehalt aus und erforschten, welche Zusammensetzungen die besten Ergebnisse bezüglich der Ausschüttung von FGF21 erzielten.

Paleo adé, lang lebe der Zucker!
Entgegen derzeitiger Trends von Diäten wie der „Paleo"-Diät, die eine Ernährung mit vielen Proteinen und wenig Kohlenhydraten vorschreibt, beobachteten die Wissenschaftler, dass ein gegenteiliger Ernährungsplan zu einer höheren Ausschüttung von FGF21 führt. Demzufolge ist eine Ernährung mit wenig Proteinen und vielen Kohlenhydraten am vorteilhaftesten für unsere Gesundheit und ein langes Leben.

Fazit
Ausschlaggebend für eine hohe Ausschüttung des Hormons FGF21 ist die Zusammensetzung des Nährstoffgehalts und die damit verbundene Balance zwischen den Protein- und Kohlehydratanteilen.
Im nächsten Schritt soll nun der genaue Signalweg von FGF21 entschlüsselt werden, um unsere Ernährung noch zielgenauer anzupassen und alle Vorteile des Hormons auszuschöpfen.

Quelle:
https://idw-online.de/de/news660548 (Sabine Ranke-Heinemann Pressestelle; Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke-Heinemann)

Montag, 3. Oktober 2016

Bei Brustkrebs besser auf Soja verzichten?

Viele Frauen – vor allem auch Brustkrebspatientinnen – denken, sie tun sich etwas Gutes, indem sie sich sojareich ernähren. Doch in einigen Fällen könnte genau das Gegenteil zutreffen. Soja scheint nämlich bei jungen Frauen mit Brustkrebs bestimmte Tumorgene zu fördern.

(von Dr. rer. nat. Marcus Mau)

Je nach Lebensalter und Hormonstatus hat die Sojabohne unterschiedliche Wirkungen bei Frauen. US-Forscher um Dr. Moshe Shike gingen der Frage nach, ob die Aufnahme von Soja die Genexpression in einem aktiven Brustkrebs verändern könnte. Insgesamt erhielten 140 Frauen mit einem frischdiagnostizierten Brustkrebs im Frühstadium eine Nahrungsergänzung mit 26 Gramm Sojaeiweiß oder Placebo (Kuhmilcheiweiß). Acht von zehn Frauen hatten einen hormonabhängigen Tumor. Ein Drittel aller Teilnehmerinnen hatte zudem die Menopause noch nicht erreicht. Blutproben der Frauen mit einer Sojanahrung zeigten über den Untersuchungszeitraum von bis zu 30 Tagen einen sehr raschen Anstieg der Phytohormone Genistein und Daidzein um das Vier- bis Siebenfache.

Eine wirkliche Überraschung  waren jedoch Änderungen der Genaktivität im untersuchten Tumorgewebe. In der Sojagruppe waren zehn Tumorgene stärker aktiv; in der Kontrollgruppe nur fünf. Von besonderer Bedeutung sind dabei Gene für die DNA-Reparatur und den Östrogenstoffwechsel. Aber auch Tumor-Wachstumsfaktoren wurden stärker exprimiert.

Aufgrund dieser Ergebnisse schlossen die Studienautoren, dass Brustkrebspatientinnen nur mit der gebotenen Vorsicht Soja zu sich nehmen sollten.

Quelle: Shike M et al. 2014. J Natl Cancer Inst; 106(9):dju189